Mit David O. Relin. Aus dem Englischen von Karin Dufner. Mehr Menschlichkeit ist möglich, wenn jeder seinen Beitrag leistet - wie der Bergsteiger Greg Mortenson, der nach einer gescheiterten K2-Expedition von Pakistanis gerettet und gesund gepflegt wurde. Mortenson schwor sich, in das entlegene Hochland zurückzukehren und eine Schule für die zu gründen, denen es dort am schlechtesten geht: die kleinen Mädchen. Er hielt sein Versprechen. In seiner Heimat USA sammelte er Spendengelder, mobilisierte Hilfsgüter und Freiwillige. Er half beim Brücken- und Schulbau, und bald darauf drückten die ersten Kinder in Baltistan die Schulbank. Heute, 15 Jahre später, ist Mortenson die Hälfte des Jahres vor Ort, trotzt den Anfeindungen der Taliban, erlebt Dankbarkeit und Wärme. Seiner Organisation verdanken über 60 Schulen und Krankenhäuser ihre Existenz.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 14.10.2009
Rezensentin Ulrike Winkelmann findet die Geschichte, die Greg Mortenson und David Oliver Relin aufgeschrieben haben, ebenso "bewegend" wie "selbstverständlich oft kitschig". Gleichzeitig gewährt diese Geschichte des Bergsteiger Mortenson, den es in ein abgelegenes pakistanisches Dorf verschlägt, wo er dann Schulen baut, einen guten Blick auf das Selbstverständnis des Westens. Er zeigt, wie der Westen glaubt, sich in der Region nützlich einbringen zu können. Dementsprechend oft und gerne nehmen auch US-Soldaten auf Mortensen Bezug, weiß die Rezensentin. Als nächstes Projekt hat sich Mortenson Afghanistan vorgenommen, doch dies wird im Buch zum Bedauern der Rezensentin nicht mehr behandelt. Sie hätte nämlich gerne erfahren, ob der Autor mit seiner geduldigen Strategie der kleinen Schritte in Afghanistan gleichermaßen erfolgreich sein kann.
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