Aus dem Amerikanischen von Wibke Kuhn. Die Ärzte sagen, dass Drew Glück hatte: Ohne die Notoperation nach dem epileptischen Anfall hätte sein Hirntumor ihn binnen kurzem umgebracht. Die Polizei hat weniger gute Nachrichten: Sie hat Drew nachts neben der Leiche seiner Ex-Freundin gefunden, blutverschmiert und bewusstlos, das Tranchiermesser noch in der Hand. Verzweifelt beteuert er seine Unschuld. Doch in Wirklichkeit kann er sich an nichts erinnern ... Vor Gericht wird Drew zunächst verurteilt, in der Berufung schließlich freigesprochen - wegen Unzurechnungsfähigkeit. Doch dieser Freispruch zweiter Klasse lässt ihm keine Ruhe. Drew beschließt, selbst Nachforschungen anzustellen über die mysteriösen Geschehnisse in jener Nacht, in der Genevieve starb - zumal weiterhin rätselhafte Dinge geschehen.So wacht er eines Nachts auf und hat eine blutende Schnittwunde am Fuß, die Terrassentür steht weit offen. Ein andermal verschwindet das Filetiermesser spurlos aus der Küche. Drew wird sich selbst immer unheimlicher.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2008
Rezensent Friedrich Ani hat Gregg Hurwitz' Thriller um einen Krimiautor, der seine Freundin ermordet haben soll, geradezu verschlungen. Er charakterisiert das Buch als Kriminalroman von der Art, wie ihn nur amerikanische Autoren schreiben können, als höchst souveränen Mix aus Spannung, Irritation, Konflikten, Action und Melodramatik. Natürlich handelt es sich dabei nicht um die hohe Literatur. Im Gegenteil: Ani nennt "Blackout" einen "Popcorn-Krimi", den man einfach verschlingen muss. Gleichwohl hat er Respekt vor dem Können des Autors und der Qualität dieses Spannungsromans, der ihn jedenfalls bis zum dramatischen Ende mit einer wahrlich überraschenden Auflösung gefesselt hat.
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