Angeblich sorgen sie dafür, dass wir verstehen, was andere fühlen: die Spiegelneuronen. Die Bedeutung dieser winzigen Nervenzellen ist jedoch nichts als ein Mythos. Der renommierte Spezialist in der Hirnforschung Gregory Hickok bringt die größte Spekulationsblase der Psychologiegeschichte zum Platzen. Er erläutert, wie Forscher der Versuchung erliegen konnten, von Experimenten an Affen auf menschliche Gehirne zu schließen. Hickok beweist, dass Spiegelneuronen für das Verständnis von Handlungen nicht notwendig sind. Und er zeigt anschaulich, wie Empathie und Sprache durch ein ausgefeiltes Zusammenspiel von Hirnregionen tatsächlich entstehen. Ein Buch, das unseren Blick auf das Gehirn von Grund auf verändert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2015
Für Michael Hagner erweist Gregory Hickok mit seinem Buch den Neurowissenschaften einen großen Dienst, indem er einmal keine neue Theorie aufstellt, sondern einen Mythos auseinandernimmt, nämlich den der allmächtigen Spiegelneuronen. Auch wenn Hickoks Buch nicht leicht zu lesen sei, wie Hagner einräumt, fasst es zusammen, was der Kognitionswissenschaftler gegen die Vorstellung der Spiegelneuronen als Grundlage menschlichen Verstehens einzuwenden hat. Besonders eindrücklich, so Hagner, gelingt dem Autor es in Sachen Sprachverarbeitung zu zeigen, dass die neuronalen Mechanismen der Wahrnehmung und des Verstehens sozialer Handlungen ein komplexes Zusammenwirken verschiedener Hirnregionen sind.
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