Herausgegeben von Martin Wälde. Auf Einladung des Goethe-Instituts und des Polnischen Kulturinstituts trafen sich im Oktober 2000 die drei Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Czeslaw Milosz und Wislawa Szymborska sowie der litauische Dichter Tomas Vonclova, um über das Trauma der Vertreibung und die Gefahren des Nationalismus, über kulturelle und ethnische Identität, über kindliche Glücksmomente und den Nachhall überlebter Leiden zu sprechen...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.04.2001
Ulrich M. Schmid hält den Sammelband der drei Nobelpreisträger Günter Grass, Czeslaw Milosz, Wislawa Szymborska und des litauischen Dichters Tomas Venclova für einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur über verloren gegangene Traditionen. Im Oktober 2000 haben sich die vier Autoren zu einem Gespräch in Vilnius getroffen, informiert der Rezensent, und ihre Reflexionen im vorliegenden Band zusammengetragen. Gerade Vilnius sei dafür der geeignete Ort gewesen, denkt Schmid. Denn diese Stadt hat in ihrer Geschichte sechs Umbenennungen erfahren. Und manch einer sollte angesichts seines Staunens über die barocke Baukunst doch wissen, dass er dort am Grab von hundertausend Juden stehe, referiert der Rezensent den Beitrag von Czeslaw Milosz.
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