"Wolke - Orkan - Staub" nannte Günther Birkenfeld seinen 1955 verfassten dreiteiligen Roman über Diktatur, Zerstörung und
Neuanfang: Als erster erzählte Birkenfeld ein zusammenhängendes Panorama der Zeit von 1933 bis 1949.
Günther Birkenfeld gehört zu den zu Unrecht vergessenen Schriftstellern in Deutschland. Wohl kein anderer Autor hat so früh die deutsche Lebenswirklichkeit während des Nationalsozialismus, den Schrecken des Luftkriegs, die unmittelbare Nachkriegszeit und die sich darin abzeichnende Spaltung Deutschlands im großen Zusammenhang dargestellt.
Es ist eine Geschichte über Widerstand und Anpassung, über die ambivalente Rolle des preußischen Adels, über den kommunistischen Untergrund, über das Schicksal einer Gruppe Intellektueller, deren Lebenslinien sich treffen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.01.2019
Jörg Magenau hält Günther Birkenfelds Romantrilogie über das Deutschland der Jahre 1938 bis 1950 für ein großes historisches Panorama, das zum Verständnis des Alltags der Deutschen in der NS-Zeit beiträgt. Auch wenn der Autor in Magenaus Augen kein großer Sprachkünstler ist, die präzise Dramaturgie, der realistische Stil und die Differenziertheit, mit denen Birkenfeld von einer mutigen Frau in schwierigen Verhältnissen, von Nächten im Bombenkeller und vom Leben in Ruinen erzählt, findet Magenau bemerkenswert. Der Vorstellung, in der Nachkriegszeit habe es keine Auseinandersetzung mit der deutschen Schuld gegeben, tritt der Text entgegen, meint er.
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