Gustav Seibt

Ein Sommer mit Goethe

Cover: Ein Sommer mit Goethe
C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN 9783406843600
Gebunden, 272 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Mit 25 Abbildungen. Gustav Seibts kleiner Goethe-Sommerkurs wendet sich an alle, die den Klassiker aus Weimar immer schon einmal kennenlernen wollten, aber sich nicht so recht herangetraut oder bestenfalls einmal Wer reitet so spät durch Nacht und Wind gelesen haben. In fünfzig Kapiteln führt dieses Buch uns mitten hinein in den Kosmos Goethes, stets mit O-Ton zur Hand, und zeigt uns, was er über die Liebe dachte, über Freundschaft, Freiheit, Ordnung und die Natur, sogar über Gott oder auch einfach nur über das richtige Outfit und die Kunst von Jungsein und Altern.Ein Sommer mit Goethe ist keine mit Zitaten garnierte Kurzbiographie in Episoden. Die Latte liegt höher. Es ist ein bestens gelauntes Goethe-Buch, das Lust macht zum Selberlesen und Mitdenken, indem es Goethe in seinem Dichten und Nachdenken und Formulieren vorstellt, nach Themen und durchgehenden Motiven geordnet, der Chronologie seiner Werke folgend, alle Gattungen einbeziehend und stets verführerisch lockend mit ausgesuchten Goethe-Texten. Keiner dieser Ausflüge in Goethes Welt dauert länger als drei Seiten, jeder endet mit einer kleinen Zwischenmusik in Form eine Goethe-Spruchs oder -Gedichts. Der Cicerone, der uns diesen strahlenden Sommer mit Goethe beschert, gehört zu den besten Kennern, die wir in Deutschland haben. 

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 07.03.2026

Ein Geschenk für alle Goethe-Liebhaber ist dieses Buch, jubelt Rezensent Dirk Schümer. Und zwar eben nicht nur für Goethe-Neulinge, sondern auch für alte Goethe-Hasen, denen Seibt hier ein wahres Füllhorn an Erkenntnissen über den Schriftsteller kredenzt. Keineswegs schließt sich Seibt der Meinung jener an, die Goethes Leben für das wahre Kunstwerk des Schriftstellers und Dichters halten. Zwar schreibt Seibt auch über den Kleidungsstil, das Liebesleben und andere Aspekte der weltlichen Existenz des Literaten, insgesamt jedoch plädiert er dafür, zu den Texten selbst zurückzukehren. In denen kennt er sich wunderbar aus und vermag deren außergewöhnliche sprachliche Gestaltung, zum Beispiel hinsichtlich ihrer genialen Verknappung, gekonnt zu beschreiben, so Schümer. Alles in allem also ein Top-Goethebuch, an dem höchstens auszusetzen ist, dass es nach 272 Seiten schon wieder vorbei ist, so das Fazit dieser schwärmerischen Besprechung.

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