Halldor Gudmundsson

Halldor Laxness

Leben und Werk
Cover: Halldor Laxness
Steidl Verlag, Göttingen 2002
ISBN 9783882438055
Gebunden, 192 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

In seinem Leben war isländische Schriftsteller Halldor Laxness (1902-1998) zwischen Politik und Kunst, zwischen der weiten Welt und der kleinen Insel hin und her gerissen. Über sein ungewöhnliches Leben, seine produktiven Widersprüche und ihren reichen literarischen Niederschlag schreibt Halldor Gudmundsson in dieser reich bebilderten Darstellung von Leben und Werk des isländischen Schriftstellers und Weltbürgers.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2002

"Erfreulicherweise" gibt es in deutscher Sprache endlich eine Biografie des 1902 geborenen isländischen Schriftsteller Halldor Laxness, jubelt Aldo Keel. Auf die "lesenswerte" Biografie von Namensvetter Halldor Gudmundsson geht der Rezensent allerdings in seiner sehr langen Besprechung weniger ein, sondern vor allem auf Leben und Werk des Nobelpreisträgers, den die Isländer spät, nämlich erst als Träger des renommiertesten Literaturpreises, im Jahr 1955 zur "Ikone" und gar zum "Nationalhelden" gekürt hatten, berichtet Keel. Gudmundssons Buch jedenfalls biete dem Leser eine "Fülle von Details" und sei überaus "gut lesbar", lobt der Rezensent, und es sei überdies ein "Gewinn", dass der Autor auch die neuere isländische Forschung miteinbezogen habe. Keel, der sich in dieser Besprechung als Kenner sämtlicher Werke von Laxness zu erkennen gibt, hat der Biografie noch eins entnommen. Laxness war, zumindest "auf dem Grunde seines Herzens", ein "glühender Patriot" und sicher die "markanteste Stimme des isländischen Links-Nationalismus", meint der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 18.04.2002

Der isländische Bauernsohn Halldor Gudjonsson absolvierte eine steile und produktive Karriere: Mit sieben Jahren beschloss er, sein Leben der Literatur zu verschreiben, mit zwölf druckte eine Zeitung einen Gedichtzyklus, eine Tierzeitschrift eine Erzählung des Jungen, berichtet Friedhelm Rathjen und führt weitere Lebensstationen auf, die den Isländer, der sich ab dem 17. Lebensjahr Halldor Laxness nannte, in viele Länder der Welt führten und stets von gleichbleibender "rasanter" Produktivität gekennzeichnet waren. Diese Stationen kennt der Rezensent einerseits aus eigener Lektüre der Werke Laxness', hat sie aber auch der Biografie von Halldor Gudmundsson entnommen. Gudmundssons Buch sei zu "schmal", so Rathjen, um dem Leser alle Facetten des Schriftstellers nahe bringen zu können, aber die, die hier zum Vorschein kämen, findet er "erfrischend" und "überzeugend". In jedem Fall, ist der Rezensent sicher, wecke die Biografie Lust, Laxness' Bücher zu lesen. Der Steidl-Verlag habe pünktlich zum 100. Geburtstag des Autors eine "schmuck ausgestattete" elfbändige Ausgabe seiner Werke herausgegeben, die allerdings, bemerkt der kundige Rezensent, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben könne, da eine ganze Reihe wichtiger Schriften des Isländers darin nicht enthalten seien.
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