Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2008
Walter Hinck nimmt Hanna Leybrands dritten beim Manutius Verlag erschienen Lyrikband zum Anlass, das Loblied auf Autoren und Verlage zu singen, die nicht nur ausschließlich auf die Bestsellerlisten schielen. Gleich dreimal betont der Rezensent, dass Leybrand, die mit ihren Gedichten bereits Preise gewonnen hat, ausgebildete Opernsängerin ist, und er lässt es sich auch nicht nehmen, Stendals Bonmot von der Musik, die "für die Liebe empfänglich" mache, gleich zweimal, auf ihre Lyrik anzuwenden. Begeistert zeigt sich Hinck von den brillanten poetischen Bildern, die die Autorin findet und die er häufig so eindrücklich findet, dass davon ein ganzes Gedicht getragen wird, wie er lobt. Nicht jedes Gedicht hat ihm gleichermaßen gefallen und manches hat noch Übungscharakter, findet der Rezensent, der aber gleichermaßen sehr gelungene Stücke gefunden hat. Insgesamt schätzt er den Humor und die Ironie, mit der die Lyrikerin sanft gegen die "Verformungen des Menschlichen" zu Felde zieht und findet, dass sich Leybrand mit diesem Band als wirkliche Lyrikerin ausweist.
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