Herausgegeben, mit einem Nachwort, einer kurzen Lebensbeschreibung und einer ausführlichen Bibliographie versehen von Heinrich H. Meyer-Tscheppe.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2001
"Eine knappe und rhetorisch glänzende Streitschrift" über Wert und Wertlosigkeit der Rechtsprechung, die Marie Theres Fögen allen (angehenden) Juristen dringend ans Herz legt. Julius Hermann von Kirchmann hat es seinerzeit nicht leicht gehabt, berichtet die Rezensentin. Die kritischen und provokanten Schriften des Juristen erfreuten sich bei seinen Kollegen größter Unbeliebtheit und führten dazu, dass er 1867 seinen Richterposten am Berliner Kammergericht verlor. Die vorliegende Neuauflage des Heidelberger Verlags findet Fögen "hübsch" und inhaltlich begeisternd. Allerdings hätte die Rezensentin sich etwas mehr Verweise auf Sekundärliteratur gewünscht. Damit wäre eine alte Diskussion auf einen modernen Stand gebracht und könnte dazu beitragen, mit dem Leidens- und Legitimationsdruck, den von Kirchmann bei Juristen auslöst, besser umzugehen.
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