Von hitzigen und friedfertigen Leuten, von Alltag, Bräuchen und Naturgewalten in den Tessiner Tälern berichtet dieses Buch. Die Täler waren schon in der frühesten Siedlungsgeschichte Kanäle für den Waren- und Kulturaustausch. Von ihrer Mittlerrolle zwischen Süden und Norden profitierten ihre Bewohner, in denen das Erbe so verschiedener Völker wie etwa der Ligurer, Lepontier, Kelten, Römer oder Langobarden nachwirkte. Die Tessiner Talschaften waren alles andere als ein einheitlicher Lebensraum. Klimatische Bedingungen und Verkehrslage prägten die Wirtschaftsformen und die Menschen auf unverkennbare Art; es vergingen turbulente Jahrzehnte, bis sich die Talleute nach der Kantonsgründung als Tessiner verstanden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2003
Ein interessanter Einblick, der nach Meinung des Rezensenten mit dem Kürzel "B.En." eine echte Lücke schließt, ist dieses Buch über die italienische Schweiz - zumal bisher sehr wenig in deutscher Sprache über das Tessin geschrieben wurde. Die Geschichten, von denen manche mündlich überliefert, andere aus historischen Dokumentationen zusammengetragen sind, ergeben nach Meinung des Rezensenten ein "ansprechendes Puzzle", das das "Klischee von der Sonnenstube durch einprägsame, differenzierte Bilder ersetzt". Als Reiselektüre eignet sich das Buch seiner Meinung nach aufgrund seines hohen Unterhaltungswertes, seiner inhaltlichen Vielseitigkeit und seiner Lesefreundlichkeit trotzdem.
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