Das Buch schrieb Hoppe 1986 in englischer Sprache, nachdem er in die USA übergesiedelt war und dort eng mit Murray Rothbard zusammenarbeitete. Nicht einmal der Autor selbst rechnete noch damit, dieses Grundlagenwerk einmal in seiner Muttersprache veröffentlicht zu sehen. Hoppes Thesen über das Wesen des Sozialismus sind aktueller denn je - insbesondere die tiefgründigen ökonomischen Analysen des sozialdemokratischen und des konservativen Sozialismus, die Hoppe grundsätzlich unterscheidet, um sie anschließend als etwa gleich schädlich zu bewerten. Hoppe sieht hier also nicht wie jüngst die Konservativen als Bündnispartner der Liberalen und Libertären, sondern als schwarze Sozialisten, die unfreiwillige Ungleichheiten festschreiben wollen, während sozialdemokratische Sozialisten freiwillige Ungleichheiten beseitigen wollen. Der ökonomische Effekt sei überall der gleiche - Wohlstandsverlust. Hoppe sieht hier auch Monarchien noch weitaus kritischer als zuletzt und er bemängelt ausdrücklich die von Konservativen künstlich und per Gesetz durchgeführte Einschränkung der bunten Vielfalt der Lebensstile. So verteidigt er auch die Vertragsfreiheit im Bereich von Prostitution, Glücksspiel und Drogenkonsum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2006
Durchaus "erfrischend" findet Gerd Habermann dieses nun in deutscher Übersetzung vorliegende Werk des amerikanischen Ökonomen und "Anarchokapitalisten" Hans-Hermann Hoppe - obschon er die radikalkapitalistischen Anschauungen des Autors mit gebotener Vorsicht betrachtet. Habermann schildert einige grundlegende Überzeugungen Hoppes. Dieser halte Eigentum für eine Urkategorie, Freiheit und Wohlstand für daraus abgeleitete Werte, und den Staat für institutionalisierte Aggression gegen Eigentum und persönliche Freiheit. Sozialismus, aber auch ein die Preise, Konditionen oder Verhaltensweisen regulierender Konservatismus verfälschten nur die natürliche, freie Ordnung und verminderten den Wohlstand. Ausdrücklich distanziert sich Habermann von Hoppes Annahme eines natürlichen Widerstandsrechts unmündiger Kinder, die ihre Eltern verlassen und nicht zurückgeführt werden dürften, wenn sie dies ablehnten. Skeptisch stimmen ihn zudem Hoppes Ansichten über konkurrierende private Sicherheitsfirmen.
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