Die wiederabgedruckten, nunmehr in einem Buch gesammelten Aufsätze des Autors, welche über die Jahre in verschiedenen Schriften veröffentlicht wurden, begeben sich überwiegend auf Spuren, die Goethes juristische Bildung in seinen literarischen Werken und in seinem administrativen Handeln hinterlassen hat. Eine neu verfasste Einleitung sowie ein aktueller Beitrag über "Goethes letzte Amtshandlung" runden das Werk ab. Für Juristinnen und Juristen und alle, die an einem über das literarische Wirken hinausgehenden Blickwinkel auf die Person Goethe und dessen Leben interessiert sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2025
Rezensent Daniel Damler ist ganz froh, dass Hans Hugo Klein mit seinem Buch über den Juristen Goethe nicht auf eine grundstürzende Neuinterpretation von Goethes Werk abzielt. Einem solchen Unterfangen bescheinigt Damler keine großen Erfolge. Dass der Autor mit den hier versammelten bereits publizierten Aufsätzen stattdessen ganz unterschiedliche Kontexte anreißt, so über Goethe und den Islam oder Goethe und Friedrich den Großen, gefällt ihm. Vor allem die Untersuchung der staatsrechtlichen Gedanken Goethes liest Damler mit Gewinn. So erscheint der Ministerialbeamte Goethe nicht eben als bester Freund der Pressefreiheit, für Damler eine überraschende Erkenntnis.
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