Alle Jahre wieder ziehen die Wagner-Festspiele in Bayreuth die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich. Doch was steht hinter dem "Erfolgsmodell Wagner"? Hans-Joachim Bauer erzählt die Geschichte von Menschen, die zwischen Glanz und Gloria, Last und Bürde der Legende das Gesamtwerk Wagners in das Weltkulturerbe überführten. Ein Familientheater, das von den Deutschen und ihrer Kultur, von Politik und natürlich von Macht handelt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2001
In einer Doppelrezension befasst sich Thomas Baltensweiler mit zwei Büchern zu Richard Wagner. 1.) Hans-Joachim Bauer: "Die Wagners. Macht und Geheimnis einer Theaterdynastie" (Campus) Baltensweiler erläutert, dass in diesem Buch "sine ira et studio" die Familiengeschichte der Wagners nachgezeichnet wird, mit allen Fehden, Intrigen, Betrügereien und Anfeindungen. Allerdings ist sich der Rezensent nicht sicher, ob wirklich alle Behauptungen Bauers tatsächlich "hieb- und stichfest" sind. Dass in dem Buch auf Quellenangaben verzichtet wird, findet Baltensweiler jedenfalls zumindest "bedauerlich". 2.) Jens Malte Fischer: "Richard Wagners 'Das Judentum in der Musik'" (Insel) Mit einer Bewertung dieses Buchs hält sich der Rezensent zurück und erläutert lediglich, dass Fischer anhand von Wagners Text 'Das Judentum in der Musik' dessen "Kampf um künstlerische Geltung" darzustellen versucht. Auch wenn es der Rezensent nicht dezidiert zum Ausdruck bringt, so scheint er es doch zu schätzen zu wissen, dass der Autor hier nicht nur die Entstehungsgeschichte dieses antisemitischen Textes Wagners erläutert, sondern auch zahlreiche Dokumente präsentiert, "welche die zeitgenössischen Reaktionen illustrieren". Darüber hinaus referiert Baltensweiler offenbar einige Thesen Fischers, etwa dass Wagners Text auf Enttäuschungen zurückzuführen ist, die er in Paris und München erlebt hat und dass er für seine Misserfolge eine jüdische Verschwörung verantwortlich gemacht hat.
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