Sogenannte Nahtod-Erfahrungen und Seelenreisen hat man mit einigem Recht als das größte ungelöste Rätsel der Bewußtseinsforschung bezeichnet. Im Gegensatz zu metaphysisch-spiritistischen Spekulationen über einen 'Austritt' des Bewußtseins oder der Seele aus dem Körper erklärt Hans Peter Duerr Nahtod-Erfahrungen auf 'naturalistische' Weise als eigentümliche und äußerst komplexe Halluzination. Ihr Wirklichkeitscharakter ist einzigartig. Der bekannte Philosoph und Ethnologe Hans Peter Duerr hat alle zugänglichen Quellen über Nahtod-Erfahrungen und Seelenreisen von den Anfängen der Überlieferung bis in die Gegenwart dokumentiert und analysiert. Jenseits von Esoterik und dogmatischem wissenschaftlichem Rationalismus erhält ein häufig auftretendes und meist unverstandenes Phänomen eine überzeugende Erklärung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 16.02.2016
Wohin geht die Seele?, fragt Rezensent Otto A. Böhmer. Antworten findet er beim Philosophen und Ethnologen Hans Peter Duerr und in dessen "beeindruckendem" Buch, in dem der Autor Dokumente zu Jenseitserfahrungen aus zwei Jahrtausenden versammelt, wie Böhmer erklärt. Gleich, ob das Material im Buch authentisch ist oder nicht, Duerrs Erzählungen im "Stil eines Reiseschriftstellers" mit einer gesunden Portion Skepsis scheinen dem Rezensenten lesenswert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.01.2016
Rezensent Thomas Macho macht uns keine Hoffnung, dass in der Enzyklopädie über Nahtoderfahrungen, die der Philosoph Hans Peter Duerr vorlegt, unserem Nachleben systematisch nachgegangen wird. Mehr als eine Kompilation von Berichten und Fallgeschichten aus verschiedenen Kulturen, meint er, bietet das Buch nicht. Doch auch wenn Duerr, wie Macho erläutert, mit seiner umfangreichen Materialsammlung gerade zeigen will, dass diese keine kohärente wissenschaftliche Interpretation erlaubt, können Autor und Rezensent doch immerhin eine "Wahrnehmungskonstante" feststellen, die eine "andere Seite" offenbart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.10.2015
Der Ethnologe Hans Peter Duerr hat ein Buch über Nahtod-Erfahrungen geschrieben, in dem er einen Ausweg aus dem leerlaufenden Kulturrelativismus in seiner Disziplin aufzeigt, berichtet Thomas Hauschild. In "Die dunkle Nacht der Seele" stellt Duerr zwar die Berichte verschiedenster Epochen und Traditionen neben neurologische Befunde und nimmt sie ernst, erklärt der Rezensent, aber er entbindet sie deshalb nicht von Befragung und Überprüfung, sondern verlangt eine Übersetzbarkeit in andere Formen des Wissens. In dieser Form liegt vielleicht die Vereinigung postkolonialer Reflexion mit einem demokratisch-rationalen Anspruch, so Hauschild.
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