Mit acht Bildtafeln. Das tödliche Attentat von Lausanne erschüttert 1664 eine Gemeinschaft im Exil: britische Republikaner, die sich nach dem Sturz des Cromwell-Regimes ins bernische Waadtland geflüchtet haben. Unter den einstigen Machthabern findet sich der Reitergeneral Edmund Ludlow. Für die Agenten britischer und französischer Geheimdienste ist er die Zielperson Nummer eins. Nach zeitgenössischen Berichten und Akten schildert Hans Peter Treichler das wechselvolle Schicksal dieser Handvoll Verschworener. Welche Rolle spielt hier Sebastienne de Pierrefleur? Die junge Patrizierin aus dem Städtchen Orbe schliesst sich dem Agenten Louis Deprez an, dem Urheber mehrerer Anschläge. Ist sie Mitwisserin, Komplizin oder unschuldiges Opfer? Eine Saga rund um Gerechtigkeit, Liebe und Zuflucht im Exil.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.03.2003
Ein Schweizer Historienroman, der weit in Europas politische Geschichte zurückführt und dem Beatrice Eichmann-Leutenegger bis in alle Verästelungen gerne gefolgt ist. Den historischen Kontext schildert die Rezensentin folgendermaßen: Nach der Wiedererrichtung der englischen Monarchie flüchteten viele Cromwell-Anhänger ins bernische Waadtland, wo sie vom französischen und britischen Geheimdienst beschattet lebten. Das übliche Gemisch aus politischen Intrigen, revolutionären Umtrieben und persönlichem Verrat führte am 11. August 1664 zu einem Attentat auf den Großkanzler John Lisle in Lausanne, das die Exilgemeinde aufschreckte. Treichler stützt sich bei seiner anschaulichen Schilderung der Ereignisse vor allem auf die Memoiren von General Edmund Ludlow, ein späterer Gegenspieler Cromwells, berichtet die Rezensentin, die Treichler für seine hervorragende historische Recherche lobt. Turbulente Kapitel wechselten mit eher stillen Schilderungen des Alltags im Ancien Regime ab, charakterisiert Eichmann-Leutenegger das Kontrastprinzip des Romans, der eine Patriziertochter in den Mittelpunkt des Geschehens rücken lässt. Auch wenn die Erzählung manchmal etwas weitschweifig gerate, ist unsere Rezensentin bis zum Schluss gerne dabei geblieben.
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