Dieser Band vereinigt verschiedenartige Texte, die das lyrische, erzählende und essayistische Werk Lehmanns ergänzen und erläutern. Die autobiographischen Schriften gruppieren sich um die Darstellung der Kindheit und Jugend eines Dichters, »Mühe des Anfangs« von 1952. Einen zweiten Akzent setzt das "Bukolische Tagebuch 1928?1932", mit seinen den Jahreszeiten folgenden Wahrnehmungexerzitien. Ein Anhang dokumentiert Entstehung und Veröffentlichung der Texte, gibt die nötigen Erläuterungen und erschließt den Band durch Register. Herausgegeben von Verena Kobel-Bänninger.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2000
„850 Druckseiten, von denen mir keine einzige überflüssig erscheint“ - größeres Lob als Ludwig Harig in seiner Besprechung dieser autobiografischen Schriften, kann man kaum spenden. In einer sehr liebevollen Beschreibung des Dichters und Lehrers Wilhelm Lehmann skizziert Harig diesen als sensiblen Außenseiter, der „unfähig zu Kompromissen“ war. Als Lehrer hat er - wie übrigens auch der Rezensent - die „Arbeitsschule“ praktiziert: die Schüler sollten durch „Selbstätigkeit“ lernen. In dem hier besprochenen achten Band der Gesammelten Werke beschreibt Lehmann die Methode, nach der er unterrichtet hat, so Harig. Die pädagogischen Schriften, aber auch die Beschreibungen der Natur - etwa im „Bukolischen Tagebuch“ - und Aufsätze über die Souveränität der Poesie seien von „unverführbarer Entschiedenheit geprägt“, wirbt Harig.
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