Aus diesem Buch, in dem es, in kurzen Textauszügen und Texten, auch um die "Menschenkenntnis" geht, hat Franz Schuh vor allem das eine als gültig entnommen: dass man keine "allzu schlüssige Menschenkenntnis" haben solle. Das steht in einem Text von Botho Strauß. Ansonsten beschäftigt sich der Rezensent ausführlich mit dem Thema "Masochismus" und allerhand Weisheiten zum Menschlichen, Allzumenschlichen dieser "Fähigkeit (oder Defizienz)". Von den Feinheiten und Variationen des Phänomens gibt der Begriff schon mal keinen Eindruck, bedauert Schuh, der auch vor der Psychologie als solcher zu Skepsis rät. Sehr fasziniert ihn dagegen ein literarischer Text von Martin Walser, der die verwickelten Verhältnisse von Masochismus und Sadismus kurz und knapp fasst. So kann das Resümee nicht verwundern: "Schwefes Sammlung gibt zu denken."
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