Großstädte sind heute Labore eines harten gesellschaftlichen Strukturwandels. Sie sind zum Stadtumbau gezwungen, um sich im weltweiten ökonomischen Wettbewerb behaupten zu können. Sie versuchen ihre Zentren zu stärken, den öffentlichen Raum attraktiver zu gestalten und neue Formen des urbanen Wohnungsbaus zu entwickeln, um kreative "Klassen" anzulocken. In vielen Großstädten ist geradezu ein städtebaulicher Boom zu verzeichnen. Das vorliegende Buch des Schinkel-Zentrums für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin stellt internationale Erfahrungen mit Stadtumbaustrategien von Barcelona bis Tokio exemplarisch zur Diskussion.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.02.2008
Überaus positiv hat Robert Kaltenbrunner diesen von Harald Bodenschatz und Ulrike Laible herausgegebenen Sammelband aufgenommen. Die Beiträge, die internationale Erfahrungen mit Stadtumbaustrategien vorstellen, schätzt er allesamt als erhellend und lesenswert. Die Frage, ob die Stadt als das wichtigste "Erfolgsmodell der Zivilisation" inzwischen überflüssig geworden ist, sieht er von den Autoren einmütig verneint. Er bescheinigt den Autoren, die zahlreichen Probleme des städtebaulichen Umbaus vielfältig und originell anzugehen. Überaus aufschlussreich findet er den Blick, den die Autoren in ihren Fallstudien auf Städte wie Barcelona, Lyon, Moskau, Rio de Janeiro, Chicago, Prag, Paris und viele weitere werfen. Besonders hebt Kaltenbrunner die von Harald Bodenschatz skizzierten Leitlinien für den Stadtumbau hervor. Bodenschatz mahne unter anderem eine Konzentration der städtebaulichen Projekte auf das Zentrum an, schlage eine Orientierung auf neue Mittelschichten in der Innenstadt vor und fordere einen intensiveren internationalen Erfahrungsaustausch.
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