Geleitworte von Ishmael Noko und Walter Kasper. Unter dem ? auf ihn zurückgehenden ? Begriff ?Versöhnte Verschiedenheit? als Titel legt der lutherische Theologe Harding Meyer nunmehr den zweiten Band seiner Aufsätze zur ökumenischen Theologie vor. Er widmet sich ganz dem katholisch/lutherischen Gespräch. Dabei geht es in erster Linie um den offiziellen Dialog zwischen Lutherischem Weltbund und römisch-katholischer Kirche, an dem der Verfasser ? als theologischer Sekretär, später als theologischer Berater ? vom ersten Tag im Herbst 1967 bis zur Konzipierung, Erarbeitung und Überarbeitung der ?Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre? teilgenommen hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2001
In süffisantem Ton setzt der Rezensent Klaus Berger mit der Beschreibung der "Spezies" der Ökumeniker ein: um ein Exemplar derselben handelt es sich beim Verfasser dieses Buches. Dass er und das Buch vor den Augen des skeptischen Rezensenten keine Gnade finden, ist von der ersten Zeile an klar. Ziel und Aufgabe des Ökumenikers ist es, die Kirchen zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten in Schrift und Praxis auszumitteln, Kompromisse zu finden. Klaus Berger zweifelt ganz grundsätzlich an den "Kartenhäusern im dritten Himmel", die da errichtet werden. In der Wirklichkeit sieht es, so sein Argument, ohnehin ganz anders aus: da gehe nämlich ohnehin kaum noch einer in die Kirche. Berger plädiert, ironisch, für einen ganz anderen Neuanfang. Wie wäre es, fragt er, mit der Übernahme einer katholischen Pfarrei in Frankfurt (Oder)?
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