Hazim Fouad, Behnam T. Said (Hg.)

Salafismus

Auf der Suche nach dem wahren Islam
Cover: Salafismus
Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2014
ISBN 9783451332968
Kartoniert, 529 Seiten, 24,99 EUR

Klappentext

Kaum ein Thema hat den Diskurs um den Islam in Deutschland in den letzten zwei Jahren so sehr bestimmt wie der Salafismus. Doch wie groß ist die Bedrohung durch die sogenannten Salafisten wirklich? Was glauben Salafisten eigentlich genau? Inwiefern unterscheiden sie sich von anderen islamistischen Strömungen? Was macht den Salafismus für Jugendliche so attraktiv? Wie steht es um das Verhältnis zur Gewalt? In diesem Band zeichnen internationale Experten ein ganzheitliches Bild des Phänomens "Salafismus" in Deutschland und im internationalen Kontext. Mit Beiträgen von Guido Steinberg, Joas Wagemakers, Aaron Zelin, Claudia Dantschke, Justyna Nedza, Nina Wiedl, Mohammad Gharaibeh, Bacem Dziri, Samet Yilmaz, Olaf Farschid, Benno Köpfer, Mohammed Masbah und Samir Amghar sowie einem Vorwort von Tilman Seidensticker.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2014

Für den Sammelband "Salafismus" haben die Herausgeber Behnam T. Said und Hazim Fouad fünfzehn Orientalisten und Gesellschaftswissenschaftler unterschiedlichster Herkunft gewinnen können, die sich mit der Geschichte dieser Strömung des Islam beschäftigen, die allerdings in sich noch einmal so gespalten ist, dass Rezensent Wolfgang Günter Lerch vor einer zu einheitlichen Vorstellung warnt. Es gibt zwar eine gemeinsame Orientierung am sogenannten "frommen Altvorderen", und auch ein nach dem "imaginierten Vorbild der frühislamischen Gemeinde" ausgerichtetes Leben ist den verschieden Ausprägungen gemein, informiert der Rezensent, doch während manche Gruppen sich deshalb hauptsächlich für religiöse Freiheiten einsetzen und ihren partikularen Glauben predigen, gibt es auch offensivere Gruppen, die vor allem in der islamischen Welt den "frühislamischen" Staat wieder einführen wollen, einige davon auch durchaus gewaltbereit, fasst Lerch zusammen. Faszinierend findet der Rezensent die Technikaffinität der Salafisten: vor allem in nordeuropäischen Ländern findet ein Großteil der religiösen und politischen Arbeit im Internet statt, verrät Lerch, der in diesem Buch sichtbar viel gelernt hat.
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