Am 11. September 2001 wurde der Welt mit einem Schlag bewusst: Überall lauert die Gefahr des islamistisch-fundamentalistischen Terrors. Ungutes scheint sich zusammenzubrauen und niemand - weder im Westen noch im Osten noch in der arabischen Welt - weiß, was auf uns zukommt. Um der Gefahr gut gerüstet entgegenzutreten, sie vielleicht abwenden zu können, müssen wir die Strukturen und die Ideologie des islamistischen Fundamentalismus kennen. Gleichzeitig müssen wir wissen, was die Ideologie der islamistischen Fundamentalisten von der islamischen Religion unterscheidet. Und es gilt, die Mehrheit der Moslems, die mit einem Gefühl des Gedemütigtseins und oft im Elend leben, verstehen zu lernen und ihnen entgegenzukommen. In diesem Kontext ist es zwingend, die Konflikte des Nahen Ostens beizulegen. Dies ist - anders als man denkt - durchaus machbar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2009
Durchwachsen findet Lorenz Beckhardt diesen Essay von Avi Primor. Das Buch macht auf ihn den Eindruck, der Autor habe zwei nicht zusammengehörige Texten zusammengepresst. Auf den ersten 180 Seiten hat sich Beckhardt regelrecht gelangweilt, bietet der langjährige israelische Botschafter in Berlin doch hier längst durchgekauten "Faktenbrei". Der Rest des Buchs aber zeichnet sich für ihn durch eine instruktive Nahost-Analyse und das klar und gut begründete Pädoyer aus, Europa solle im Nahen Osten Verantwortung übernehmen und mit einer internationalen Truppe für Sicherheit sorgen. Der Titel des Buchs, "Mit dem Islam gegen den Terror", bleibt für Beckhardt allerdings ein Rätsel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008
Informativ und anregend findet Ursula Rombeck-Jaschinski dieses Buch von Avi Primor. Die durch den Buchtitel entfachte anfängliche Skepsis der Rezensentin angesichts einer Allianz mit dem Islam gegen den Terror, löst sich bald auf. Rombeck-Jaschinski folgt dem Autor bei seiner historisierenden Erörterung der Kollisionen von westlicher und muslimisch-arabischer Welt. Nicht nur hält sie den Autor aufgrund seiner Herkunft dafür für besonders prädestiniert, auch Primors Kritik an der amerikanischen Politik sowie an fragwürdigen integrativen Maßnahmen der EU-Staaten hält sie für bedenkenswert. Primors Analysen zur Lage in bedeutenden islamischen Staaten erscheinen ihr kenntnisreich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008
Was Silvia Nadjivan inhaltlich "sorgfältig" und in Gesprächen mit Protagonisten und Gegnern des Regimes herausarbeitet, muss sich der Rezensent noch einmal erkämpfen. Allzu ungelenk erscheint ihm das Deutsch, in dem der Band verfasst ist. Falsche Konjunktive, hölzerne Substantivierungen und Fremdwörter. Wozu? fragt Michael Martens. Die Genauigkeit bei der Rekonstruktion von Aufstieg und Fall des Systems Milosevic, meint er, hätte doch genügt, um den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit der Arbeit zu unterstreichen. Schließlich lernt Martens hier allerhand: Dass die Abstempelung Milosevics zum Diktator eine kaum erkenntnisfördernde Vereinfachung ist. Oder über die sich früh formende kritische Masse, die Milosevic letztlich zu Fall brachte. Dass diese Opposition "wohl geplant" gewesen sei, wie der Buchtitel behauptet, daran hat Martens allerdings seine Zweifel.
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