Die Jahre 1905 bis 1910 werden beherrscht von der unglücklichen Entwicklung von Erik, dem ältesten der Pringsheimkinder. Während Peter, Heinz und Klaus kaum Anlass zur Sorge geben und Katja, Thomas Mann und die wachsende Schar der Enkel Hedwig Pringsheim viel Freude bereiten, ist und bleibt Erik das Sorgenkind. Nach juristischem Staatsexamen und wenig glanzvollem Militärdienst, von Duellquerelen getrübt, bummelt er herum und macht mehrfach "unerhörte Geldschweinereien". Man schickt ihn zur Bewährung nach Argentinien, wo ihn Hedwig Pringsheim besucht und enttäuscht feststellen muss, dass er der alte geblieben ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 19.05.2015
Arno Widmann ist erschüttert. Dass die so gütige wie wohlhabende Familie Pringsheim den Sohn Erik nicht von seiner Spielsucht und seinem Absturz bewahren konnte, nimmt ihn sichtlich mit. Darüber erfährt er aus Hedwig Pringsheims Tagebüchern der Jahre 1905-1910 sowie aus den detaillierten Informationen und der Einleitung der Herausgeberin Cristina Herbst. Souverän von Herbst an die Hand genommen, sieht Widmann das Drama mit den Augen der liebenden Mutter. Die Hochzeit der Tochter Katia mit Thomas Mann 1905 scheint Hedwig Pringsheim und Arno Widmann dagegen gar nicht so wahnsinnig zu interessieren.
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