Herausgegeben von Ines Geipel und Joachim Walther. In kurzen, aber gleichmäßig aneinander stoßenden Passagen entfaltet sich das Panorama einer Endzeit. Man bekommt noch einmal den morbiden Geruch des Ostens der achtziger Jahre in die Nase, sitzt in Zugabteilen, läuft durch Leipzig oder Ost-Berlin, hört die Stimmen sparsamer Gespräche und versteht, dass es Heidemarie Härtl in ihrem großen Schluss-Text "Puppe im Sommer" um einen langen Abschied geht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2006
Zitternd hat Rezensent Frank Pergande das Buch beendet. Atemberaubend findet er den Text und schwört, dass er seine Faszination zuallererst durch sich selbst erhält, nicht durch die im "etwas geschwätzigen" Nachwort erzählte Biografie der Autorin Heidemarie Härtl. Pergande lobt die Lakonie der Erzählung, in der die ganze Trostlosigkeit der DDR Platz findet. "Dicht" und "fulminant" nennt er sie und kommt doch immer wieder zurück auf Härtls eigenes Schicksal. Dass die von der Stasi verfolgte Autorin das Buch schreiben konnte, ohne Aussicht auf Publikation, ihr frühes, leidvolles Ende - all das lässt ihn nicht los.
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