Ein neuer, kritischer Blick auf Albert Speer war überfällig. Heinrich Breloer hat sich des Themas angenommen. Der Begleitband zu seinem großen Speer-Film bietet eine überzeugende Verknüpfung von Biografie und Zeitgeschichte. Er lässt die Karriere des Hitler-Vertrauten und seine tiefe Verstrickung in die Verbrechen des NS-Regimes in neuem Licht erscheinen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.04.2005
Klaus Podak hat sich gleich drei neue Bücher über Albert Speer vorgenommen und er stellt anerkennend fest, dass man nicht mehr auf sie "verzichten können" wird. "Speer und Er - Hitlers Architekt und Rüstungsminister" von Heinrich Breloer ist aus den Dreharbeiten für dessen vierteilige "Faction-Dokumentation" entstanden und vertieft und strukturiert die darin verarbeiteten Materialien neu, erklärt der Rezensent. Das Buch kann seiner Meinung nach unabhängig von der Fernsehproduktion bestehen und dokumentiert nicht zuletzt die "Ergebnisse einer Rechercheleidenschaft". Podak lobt es als "spannungsreiches Werk", dessen Wirkung er vor allem in Breloers "präziser und überzeugender" Beweisführung sieht, dass Speer ein "Lügner " und "phantasie- und gefühlloser Verbrecher" gewesen ist. Nicht als "kultivierten Nazi", als der Speer in der Vergangenheit gern apostrophiert wurde, sondern als "Manager des Grauens" zeichnet Breloer Speer nach seinen umfangreichen Recherchen, so der Rezensent zustimmend.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…