Friedhelm Rathjen bespricht in einer Doppelrezension zwei Bücher, die frühe Zeugnisse von Weltumradelungen sind und jetzt neu herausgegeben wurden.
1) Heinrich Horstmann: "Meine Radreise um die Erde"
Der Rezensent bemerkt vor allem die Sorge des Autors, an jedem Ort an deutsches Bier zu gelangen, was anscheinend nicht immer leicht war. Obwohl sich Rathjen mitunter an den "deutschtümelnden" Phrasen Horstmanns stört, findet er manche "hübsche" Anekdote, die den Bericht unterhaltsam macht. Allerdings hätte er sich mehr Kommentare und Bilddokumentationen des Herausgebers gewünscht, um das Additive des Textes aufzulockern.
2) Hermann Härtel, Maria Rennhofer: "Mit dem Zweirad um die Welt"
Rathjen lobt die Herausgeber für die dem Bericht Sztavjaniks beigegebenen "verbindenden Hintergrundtexte und üppigen Bildbeigaben". Dadurch sei es ein spannendes Buch geworden, welches herausstelle, dass der wichtigste Besitz des ansonsten ziemlich mittellosen Radlers Zeit gewesen sei, schließlich habe er sieben Jahre für die Weltumrundung gebraucht, so der beeindruckte Rezensent.
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