Herausgegeben von Jochen Dreher und Michael K. Walter. Diese Einführung in die Soziologie bietet Einblicke in die Werkstatt einer zentralen Konzeptbildung der deutschen Nachkriegssoziologie und ist zugleich ein wissenschaftsgeschichtliches Dokument, in dem sich der Übergang von einer universalistisch-idealistisch orientierten hin zu einer modernen, empirisch-methodisch verfahrenden Soziologie vollzieht. Nicht zuletzt in diesem Übergang erweist sich die aktuelle Relevanz von Popitz? Denken.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2011
Als "Geschenk des Himmels" und Schatzkästlein bejubelt Tilman Allert die Herausgabe von Heinrich Popitz' Vorlesung "Einführung in die Soziologie". Dieser Band, im Übrigen hervorragend kommentiert, wie der Rezensent lobt, stellt Heinrich Popitz noch einmal mit allem Nachdruck als herausragenden "Grundlagentheoretiker" ins Licht, so Allert. Der hier rezensierende Professor für Soziologie und Sozialpsychologie in Frankfurt sieht zudem wirkungsvoll der Marginalisierung seines Fachs entgegengewirkt, das er zunehmend durch die Kulturwissenschaft und andere Disziplinen um ihre "vornehmsten" Themen beraubt sieht. Allert preist die elegante Sprache und die knappe und sachkundige Vortragsweise Popitz'. Und er erinnert sich gern an dessen Vorlesungen, in denen sich seine Gedankentätigkeit aufs Treffendste in den "filigranen" Streichholztürmchen abbildete, die er nebenbei beim Pfeifeanzünden baute.
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