Heinrich Steinfest

Das schwarze Manuskript

Roman
Cover: Das schwarze Manuskript
Piper Verlag, München 2025
ISBN 9783492072168
Gebunden, 240 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Ashok Oswald hat diesen Pool bauen lassen, nachdem er im Alter von 35 Jahren zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen war. Wie jeden Morgen zieht er seine Bahnen durch das kühle Wasser, doch dieser Morgen ist besonders: Drei Fremde zwingen ihn, sein Ritual zu unterbrechen und das Manuskript herauszugeben, das Peter Bischof ihm vor vielen Jahren anvertraute. Ashok händigt es aus, aber was ist so bedeutsam an diesem Buch, dass sie zu allem bereit scheinen? Um das herauszufinden, gibt Ashok sein altes Leben auf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2025

Man verläuft sich schnell in diesem Buch, findet Rezensent Ulrich Steinmetzger, der nicht allzu viel Spaß zu haben scheint beim Herumirren in dieser kruden Geschichte, die sich Heinrich Steinfest ausgedacht hat. Deren Hauptfigur heißt Ashok Oswald, ein geborener Österreicher, der in Köln landet, da erst Angestellter, später Chef eines Konzerns mit breiter Produktpalette wird, der dann aber später die Firma Firma sein lässt und andere Dinge macht. Ein Meteoriteneinschlag spielt eine Rolle, lesen wir, außerdem ein Roman im Roman sowie zwei Frauen. Allzu viel Sinn ergeben die diversen Wendungen des Buches nicht und dass Steinfest andauernd ohne Anlass abschweift und dem Leser Dinge über Dreikantmuscheln und Hurling nahe zu bringen versucht, macht die Sache nicht besser. Der Rezensent findet insgesamt zu wenig, woran er sich halten kann in diesem chaotischen Buch.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 02.09.2025

Irgendwie auch beruhigend, dass Heinrich Steinfest niemals die Ideen ausgehen, findet Rezensent Tobias Lehmkuhl, dem es im neuen Buch aber dieses Mal ein bisschen zu wild wird. Es geht um ein altes Manuskript, das von einem gewissen Ashok Oswald, "Vorstandsvorsitzendem eines globalen Konzerns", seit Jahrzehnten aufbewahrt wird. Den Inhalt kennt er nicht, umso überraschter ist er, als das Manuskript eines nachts gewaltsam aus seinem Haus entwendet wird, erzählt Lehmkuhl. Dann wird es mal wieder kurios: Das Manuskript, stellt sich heraus, beschreibt im Detail ein Verbrechen, mitsamt der Namen der Täter - nur, dass der Autor Peter Bischoff von diesem gar nichts gewusst haben kann, sondern sich alles ausgedacht hat. Von dieser paradoxen Ausgangssituation geht es dann nach Irland, wo sich Oswald auf die Spuren jenes Autors begibt, nebenbei ein Umweltverbrechen aufdeckt und vieles mehr, so der Kritiker. Für Lehmkuhl gibt es hier ein paar "Zufälle und Unwahrscheinlichkeiten" zu viel, wie er festhält, unterhaltsam ist die Steinfest-Lektüre trotzdem. 

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