Herausgegeben von Annette Becker, Karn Jung und Peter Cachola Schmal. Amsterdam, Barcelona, Dublin, Essen, Frankfurt, London oder Zürich wie sieht die europäische Stadt der Zukunft aus? Stadt ist lebendig, verändert sich stetig. Sowohl durch neugeschaffenene Stadtquartiere auf ehemaligen Industrie- undHafenarealen als auch durch die Expansion oder den Rückbauschon bestehender Viertel erfährt die europäische Stadt ein neues Lebensgefühl. Bilderreich und anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht dieses Buch, wie in Europa eine neue Urbanität entsteht. In der individuellen Herangehensweise der Städte zeigt sich die besondere Stärke des aktuellen europäischen Städtebaus. Die ausgewählten Projekte werden umfassend dokumentiert und von ortskundigen Autoren nach eigenem sinnlichen Erleben der Stadtraumbeobachtung und -Stadtraumwahrnehmung beschrieben. Das persönliche Erfahren von Architektur und Stadt spiegelt sich so in den Texten wider.Thematische Aufsätze vertiefen darüber hinaus besondere Aspekte des europäischen Städtebaus: die Bedeutung des öffentlichen Raumes, städtebauliche Fördermaßnahmen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Modells "Europäische Stadt".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2009
Dieter Bartetzko scheint sich gerne mit diesem vom Deutschen Architekturmuseum herausgegebenen Rundumschlag zum europäischen Städtebau beschäftigt zu haben. Architekten und Architekturkritiker, Bauhistoriker, Stadtplaner und Ingenieure, erfahren wir, nehmen in "New Urbanity" anhand von exemplarischen Metropolen den Städtebau im Europa des einundzwanzigsten Jahrhunderts unter die Lupe. Da ist zum Beispiel das ehemals heruntergekommene Hafenviertel von Bilbao, dem mit Frank Gehrys spektakulärem Guggenheim neues Leben eingehaucht wurde. Oder der rekonstruierte Neumarkt in Dresden, der, informiert der Rezensent, die historischen öffentlichen Räume in das Viertel zurückbrachte. Die Quintessenz für Bartetzko: Geglückt sind die Urbanisierungsprozesse überwiegend dann, wenn sich bei aller Modernität auf die historischen Vorgaben der vergangenen Jahrhunderte besonnen wurde.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.01.2009
Weil die europäische Stadt als Modell für neuere Stadtentwicklung in aller Munde ist, aber kaum je geklärt wird, was eigentlich darunter zu verstehen ist, zeigt sich Ira Mazzoni besonders dankbar für diesen Begleitband zu einer Ausstellung des Deutschen Architekturmuseums mit Essays über die "Neue Urbanität". Beiträge zum "akademischen Städtebau", zur Rehabilitierung der städtebaulichen Moderne oder zur Stadt als "genius loci" fand die eingenommene Rezensentin sehr stimulierend. Am besten aber haben ihr die 17 alphabetisch geordneten Porträts städtebaulicher Konzepte gefallen. Lediglich die Buch und Ausstellung begleitenden Fotos konnten sie nicht überzeugen, denn wo die Autoren vor allem das Stadtleben hervorheben, zeigen die Bilder fast menschenleere, allzu makellose Architekturaufnahmen.
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