Ökonomen verstehen ihr Fach gerne als "normale" Wissenschaft, die alle Ideen bewahrt, die richtig und wahr sind, und alle ausmustert, die falsch und irreführend sind. Doch auch Ökonomen irren sich - nicht selten, und dann oft mit gewaltigen wirtschaftlichen und politischen Folgen. In seiner konzisen Geschichte von den Anfängen des Fachs bis heute zeigt Heinz D. Kurz die Motive und Fragestellungen sowie die größten Erkenntnisse und Irrtümer der wichtigsten ökonomischen Denker.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2013
Durchaus angetan zeigt sich Nikolaus Piper von Heinz D. Kurz' Einführung in die Ökonomie. Er schätzt den Autor als einen der "besten Kenner der Dogmengeschichte" der Ökonomie. Auch besticht das Werk von Kurz durch seine Kürze, umfasst es doch gerade mal 128 Seiten. Im Mittelpunkt des Bändchens sieht er die Herausbildung der ökonomischen Theorien, deren Realitätsgehalt und deren Anwendbarkeit in der Wirtschaftspolitik. Er unterstreicht, dass sich der Autor des Muts zur Lücke bewusst ist, den er für seinen Ansatz braucht. Allerdings kommt er nicht umhin, zu konstatieren, dass dies auch seinen Preis hat. So wird der Monetarismus für seinen Geschmack viel zu kurz behandelt, Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises werden nur kurz erwähnt. Nichtsdestoweniger attestiert dem Buch, an "viele meist vergessene Theorien und Denkschulen" heranzuführen. Sein Fazit: instruktiv, wenn auch nicht immer leicht zu lesen.
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