Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2000
Hanno Helbling konzentriert sich in seiner Rezension vor allem auf einen Beitrag Heinz Joachim Helds, der sich mit der nicht unproblematischen Haltung des Ökumenischen Rats bei Menschenrechtsfragen in den ehemals kommunistischen Ländern befasst. Helbling betont, dass Held die vermeintliche Indifferenz diesen Ländern gegenüber recht plausibel mit einer Rücksichtnahme auf die dort lebenden Christen begründet. Nach Helbling erfährt man in diesem Beitrag einiges über taktische Diplomatie, wobei bestimmte kirchliche Organisationen die Rolle des Anklägers übernehmen, woraufhin andere wiederum eine vermittelnde Haltung einnehmen. Helbling weist auf die spezielle Problematik hin, dass Christen im Osten von Informationen über Debatten westlicher Organisationen abgeschnitten waren, anders als ihre Regierungen, und dass deswegen für den ÖRK (auch für den Vatikan) kein Weg an den "staatlichen Instanzen" vorbei führte. Helbling lobt Helds Darstellung insgesamt als "sehr materialreich und nuanciert".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…