Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2005
Henning Ziebritzki empfiehlt allen, die sich für die Kommunikation von Wissen interessieren, wärmstens diese Studie, in der Helen Müller die Geschichte des Verlages Walter de Gruyter im Spannungsfeld von Wissenschaft und Markt um 1900 rekonstruiert. Denn es ist genau dieses Spannungsverhältnis, das auch heute noch die Wissenskommunikation präge, meint Ziebritzki, ob es nun um die forcierte Hochpreispolitik bestimmter Verlage gehe, um die Open-Access-Bewegung oder generell um die Rolle der Verlage in der wissenschaftlichen Produktion. All dies, lobt Ziebritzki, nehme Müller in ihrer Untersuchung vorweg, wenn sie reflektiere, wie sich der Wissenschaftsverlag de Gruyter bemühte, sein traditionelles Wissenschafts- und Verlagsideal mit den Bedingungen des modernen Marktes abzugleichen.
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