Von der Dampfbuchbinderei zur Verlagsgruppe
Die Erfolgsgeschichte von Droemer Knaur begann mit der 1846 gegründeten Buchdruckerei Knaur in Leipzig, die ab den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts preisgünstige Klassiker verlegte. Unter der Führung von Adalbert Droemer entwickelte sich der Verlag in der Weimarer Republik von einem Nebenmarktverlag zum Publikumsverlag. Nach Jahren der Anpassung des Knaur Verlags im Dritten Reich gründete Willy Droemer 1947 die Droemersche Verlagsanstalt, die er und seine Nachfolger - seit 1981 unter dem Dach der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck - zu einem der größten Verlagshäuser in Deutschland machten. Rund 400 Abbildungen illustrieren diese Verlagschronik der Verlagsgruppe Droemer Knaur.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2018
Rezensent Reinhard Wittmann lernt bei Günther Fetzer die Verlagsgeschichte von Droemer Knaur nur halb kennen. Fetzer schreibt über die beträchtlichen "Anpassungsleistungen" des Verlags im Nationalsozialismus, das Auftrumpfen mit deutschnationalem Kitsch a la Ganghofer und Trenker, die Einführung des billigen Buchs sowie die Erfolge mit Noah Gordon, Michael Crichton, Reiseführern und Kochbüchern. Darüber hinaus informiert er den Rezensenten über das "perfekte" Verlagsmarketing. Bezeichnend findet Wittmann, dass das Verhältnis des Verlags zu seinen Autoren dem Verfasser keine Silbe wert ist. Auch den Blick hinter die "Umsatzkulissen" bleibt Fetzer schuldig, so Wittmann.
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