Er gehört zu den Vergessenen der SPD-Geschichte nach 1945: Waldemar von Knoeringen (1906-1971) war stellvertretender Parteivorsitzender unter Erich Ollenhauer, als sich die Sozialdemokratie mit dem Godesberger Programm ein neues Profil gab. Der "rote Baron", zugleich Fraktions- und Parteivorsitzender der bayerischen SPD, war ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Politiker: nachdenklich und zurückhaltend im Ton, gleichzeitig ein mitreißender Redner und intellektueller Kopf, der in vielen Fragen seiner Partei weit voraus war und zahlreiche junge Nachwuchspolitiker wie Hans-Jochen Vogel oder Peter Glotz für die SPD gewann. Aus Anlass seines 100. Geburtstages haben die beiden Herausgeber Helga Grebing und Dietmar Süß Dokumente seines politischen Lebenswerkes aus den Jahren der jungen Bundesrepublik ausgewählt, in deren Zentrum die Zukunft des demokratischen Sozialismus und die Demokratisierung der deutschen Nachkriegsgesellschaft stehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2007
Michael Hollmann begrüßt erfreut die zweibändige Publikation mit Texten über und von Waldemar von Knoeringen, denn er findet, dass der 1971 gestorbene SPD-Politiker zu Unrecht heute fast vergessen ist. Nachdem der Rezensent einen eingehenden biografischen Abriss des Lebenswegs Knoeringens dargelegt hat, äußert er sich den vorliegenden Bänden zu. Der erste Band versammelt zehn Beiträge, die Leben und Werk des Politikers aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, erklärt Hollmann. Trotz einiger - verzeihlicher - Wiederholungen und der unverhohlenen "Sympathie" der Autoren und Autorinnen für Knoeringen sieht der Rezensent den nötigen kritischen Abstand stets gewahrt, wie er lobt. Der zweite Band, der 50 Texte aus der politischen Karriere Knoeringens enthält, wirft ein erhellendes Licht, nicht nur auf die politischen Ideen des Politikers sondern auch auf seine außerordentliche Persönlichkeit und die rhetorische Begabung Knoeringens, so der Rezensent beeindruckt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2007
Michael Hollmann begrüßt erfreut die zweibändige Publikation mit Texten über und von Waldemar von Knoeringen, denn er findet, dass der 1971 gestorbene SPD-Politiker zu Unrecht heute fast vergessen ist. Nachdem der Rezensent einen eingehenden biografischen Abriss des Lebenswegs Knoeringens dargelegt hat, äußert er sich zu den vorliegenden Bänden. Der erste Band versammelt zehn Beiträge, die Leben und Werk des Politikers aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten, erklärt Hollmann. Trotz einiger - verzeihlicher - Wiederholungen und der unverhohlenen "Sympathie" der Autoren und Autorinnen für Knoeringen sieht der Rezensent den nötigen kritischen Abstand stets gewahrt, wie er lobt. Der zweite Band, der 50 Texte aus der politischen Karriere Knoeringens enthält, wirft ein erhellendes Licht nicht nur auf die politischen Ideen des Politikers, sondern auch auf seine außerordentliche Persönlichkeit und die rhetorische Begabung Knoeringens, so der Rezensent beeindruckt.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…