Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.07.2000
Dass religiös getönte Lyrik öffentlich kaum wahrgenommen wird, liegt teilweise an ihrer mangelnden Qualität, meint Rezensent Kurt Oesterle, der theologisch inspirierte Texte im Esoterik-Regal der Buchhandlungen verschwinden sieht. Was er von der Qualität der Zwangerschen Lyrik hält, verrät er nicht genau, insofern man die "wortkarge" Verfahrensweise des Autors nicht als literarische Beurteilung interpretieren will. Zwanger arbeite sich am Antijudaismus des Christentums ab, den die christliche Lehre Jahrhunderte lang in schuldhafter Verstrickung aufrechterhalten habe. Seine alles umfassenden Gedichttitel, die "Gott" oder "Shoah" lauten, haben Oesterle allerdings manchmal erschreckt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…