Strafverfolgung, Propaganda und Geheimhaltung in der DDR
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Berlin 2019
ISBN
9783946572220 Broschiert, 325 Seiten, 5,00
EUR
Das Vernichtungslager Auschwitz steht für den industriemäßig organisierten Massenmord an den europäischen Juden, eine schwere Hypothek für die beiden deutschen Nachkriegsstaaten. Die DDR-Führung versuchte, allein der Bundesrepublik hierfür die historische Verantwortung zuzuschieben und thematisierte die westdeutschen Versäumnisse bei der Ahndung der Verbrechen bevorzugt in ihrer Propaganda.
Die Strafverfolgung im eigenen Land wurde jedoch der Dimension der Verbrechen und den Erwartungen der Überlebenden auch nicht gerecht. Die Studie betrachtet den Umgang der DDR mit "ihren" Auschwitz-Fällen, insbesondere ihre widersprüchliche Strafverfolgungspraxis.
Jens Rosbach erfährt bei Henry Leide, wie verlogen der DDR-Staat war. Laut Rezensent rührt der Autor mit seinem Buch an eine wenig bekannte Tatsache. Den schonenden taktischen Umgang der DDR mit KZ-Verbrechern als Propagandamittel kann Leide ihm anhand von Zahlen und Fallbeispielen anschaulich machen, ohne die Gepflogenheiten des Westens in diesem Punkt zu relativieren. Die Fülle an Personen, Daten und Akten, die Leide verarbeitet findet Rosbach bemerkenswert, ebenso die flüssige Schreibe. Ein Buch für den Geschichtsunterricht, so Rosbach.
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