Herausgegeben von Volker Michels. Dieser Band versammelt die wichtigsten Briefe Hermann Hesses aus den Jahren 1905 bis 1914. Sie zeigen den inzwischen verheirateten Schriftsteller im zweiten und dritten Jahrzehnt seines Lebens in einem weltvergessenen Dorf am Bodensee, wo er seiner Familie 1907 ein eigenes Haus baut und mit Hingabe einen großen Garten bewirtschaftet. Doch schon bald der sesshaften Lebensweise überdrüssig, drängt es ihn ins Freie, sodass er oft monatelang unterwegs ist auf Lesereisen durch Deutschland, zu Wanderungen in Italien und schließlich auf einer Expedition nach Indonesien. Gleichzeitig hat der Erfolg seiner frühen Werke ihn weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und zum Objekt der Begierde von Verlegern und Redakteuren gemacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.04.2014
Belehrend in einem eher schlechten Sinn scheint diese Auswahl mit Briefen Hermann Hesses dem Rezensenten. Hesses Kriegsbegeisterung findet Friedmar Apel ernüchternd bis peinlich und kitschig. Sich den Autor am Schreibstisch vorzustellen, wie er nationalistische Säuberungs- und Erbauungsfantasien entwickelt, scheint Apel nicht verlockend. Zumal er Zynismus in den Briefen nicht entdecken kann. Das angesichts von so viel Einsamkeitspathos und nationalen Stereotypen "unerschrockene" Nachwort lässt ihn etwas ratlos zurück.
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