Herausgegeben von Volker Michels. Diese Sammlung von Hermann Hesses Jugendbriefen überliefert den Hindernislauf eines begabten, für die theologische Laufbahn bestimmten Missionarssohns, der sich bereits im Alter von zwölf Jahren in den Kopf gesetzt hatte, "entweder ein Dichter oder gar nichts" werden zu wollen. Nach einer teils in Calw, teils in Basel verbrachten Kindheit beginnt er sich den Plänen der Eltern zu widersetzen, flieht aus dem Theologischen Seminar, versucht sich das Leben zu nehmen, wird in eine Anstalt für Schwachsinnige und Epileptische eingewiesen und verlässt mit Sekundareife das Gymnasium, bis endlich nach Umwegen sein Traum, ein Dichter zu werden, in Reichweite rückt. Nach jahrelangem Aufbegehren und einem energisch verfolgten, autodidaktischen Literaturstudium, das diese Briefe gleichfalls dokumentieren, sind schließlich die Weichen gestellt für den Werdegang eines der einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts.
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