"Gegen Deutschland" präsentiert das Beste aus Gremlizas Kolumnen von 1990 bis 2000 und zeigt, was man hätte wissen können. Was er in seiner monatlichen Kolumne in "Konkret" der deutschen Auferstehung propagiert, ist heute bösartige Realität.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.12.2000
Auch wenn sich Gremliza, wie der Rezension von Hermann Unterstöger zu entnehmen ist, bisweilen recht weit aus dem Fenster lehnt, so bestechen diese Texte nach Ansicht des Rezensenten vor allem durch die "weiß Gott geschliffenste Feder von der Welt". Gar mit Karl Kraus vergleicht Unterstöger den Autor, sowohl was seine hellsichtigen Anmerkungen betrifft, wie auch seine Tendenz zum "Größenwahn". So ist nach Gremliza, wie der Rezensent erläutert, "das Zeitalter des Krieges der internationalen Bourgeoisie gegen den Kommunismus" noch keineswegs beendet. Vielmehr lege es Deutschland darauf an, sich in "Osteuropa einen Elends-Hinterhof" zu verschaffen. Unterstöger ist sich sicher, dass der Autor sich mit Spitzen dieser Art in weiten Kreisen nicht gerade beliebt machen wird. Und dennoch: "Nichts Besseres weit und breit, um tüchtig Anstoß zu nehmen", so lautet sein Fazit.
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