Ein Tag im November 1989 kurz nach dem Mauerfall. Auf einer S-Bahn-Fahrt von West- nach Ostberlin zum Haus ihrer Großeltern wird die 16-jährige Amerikanerin Molly Beth Lenzfeld ihre Vorurteile über Berlin, die Ostdeutschen und ihre eigene Familiengeschichte komplett neu überdenken - und sich in einen Ostberliner verlieben.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2009
Eine "temporeiche Liebesgeschichte" kann Rezensentin Lüthi mit Holly-Jane Rahlens' Jugendbuch "Mauerblümchen" annoncieren. Der Roman spielt an einem einzigen Tag, zwei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer. Die junge, etwas unglückliche Molly macht sich auf nach Ost-Berlin zum Geburtshaus ihrer inzwischen verstorbenen Mutter, die als Jüdin einst Deutschland verlassen musste. Im Osten lernt sie Mick kennen, erzählt Lüthi von ihrer Lektüre und macht klar, dass hier nicht nur politische Mauern fallen, sondern auch die zwischen Menschen. Und auch noch einge persönliche Schutzmauern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2009
Eine junge jüdische Amerikanerin kommt im Spät-Achtziger West-Berlin nicht zurecht und will schon zurück nach New York. Dann aber fällt die Mauer, sie lernt einen Mann aus dem Osten kennen und lieben und schon sieht die Welt anders aus. Ein bisschen schematisch findet die Rezensentin Heidi Strobel das auf der Ebene der Erzählkonstruktion schon, aber Holly Jane Rahlen mache dann das beste daraus. Stilistisch sei das immer gelungen und in der Fremdperspektive auf den Osten speziell interessant. Umso besser, dass die Autorin davon dann auch "sinnlich-intensive Eindrücke" zu vermitteln versteht.
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