Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2008
Für Jürgen Brocan sind John Montague und Iain Chrichton Smith, von denen die Edition Rugerup jetzt zwei "vorzügliche" Bände mit ausgewählten Gedichten vorgelegt hat, nicht etwa als Naturlyriker, sondern als "Landschaftsdichter", zu würdigen. Der schottische Lyriker Iain Chrichton Smith, auf den Äußeren Hybriden aufgewachsen und 1998 in Oban gestorben, evoziert in kühlen, harschen Tönen die Armut der Menschen, römische Marmorstraßen oder das gewöhnliche dörfliche Leben, teilt der Rezensent mit. Bei allem Metaphernreichtum, der die Gedichte laut Brocan auszeichnet, hebt er aber doch den realistischen Ton hervor, dessen über die enge Inselwelt weit hinausreichende "Menschlichkeit" ihn beeindruckt hat, wie er deutlich macht.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…