Ian Morris

Geografie ist Schicksal

Machtkampf zwischen Großbritannien, Europa und der Welt - eine 10.000-jährige Geschichte
Cover: Geografie ist Schicksal
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2022
ISBN 9783593508191
Gebunden, 656 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Wer sind wir, wo leben wir, was haben wir, wie schützen wir uns und wer macht die Regeln? Diese Fragen treiben die Menschheit seit jeher um,und sie alle werden von der geographischen Lage bestimmt. Das zeigt Historiker, Archäologe und Bestsellerautor Ian Morris mit Blick auf Großbritannien, das einstige Imperium. Er erzählt die Geschichte seiner sich wandelnden Beziehungen zu Europa und der Welt, von der physischen Trennung am Ende der Eiszeit bis zu den ersten Anfängen des Vereinigten Königreichs, den Kämpfen um den Atlantik und dem Aufstieg der Pazifikregion. Anhand von Landkarten, Bildern und neuesten archäologischen Funden untersucht Morris, wie Geografie, Migration, Politik und neue Technologien zusammenwirkten und Ungleichheiten hervorbrachten, die bis in die Gegenwart prägend sind. Wo steht Großbritannien und wo steht Europa, wenn sich die Weltbühne in Zukunft weiter nach Osten neigt? Eine weltumspannende Herausforderung, gezeigt wie in einem Brennglas.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.08.2022

Rezensent Thomas Speckmann schätzt am britischen Historiker Ian Morris den Sinn für "lange Linien". Die zieht Morris laut Rezensent auch in seinem neuen Buch, das die Schicksalhaftigkeit der Geografie für Großbritannien im Verhältnis zu Europa erkundet, wie Speckmann erläutert. Die aus der Geografie für den Inselstaat resultierenden Auswirkungen auf Mobilität, Wohlstand, Sicherheit und Souveränität erörtet der Autor dabei für die Zeiten von Tacitus, Queen Victoria, Churchill und weiter bis in die Gegenwart, lässt uns Speckmann wissen. Die Schlüsse für die Zukunft, die Morris aus seiner Betrachtung der Geografie zieht, betreffen laut Speckmann sowohl Großbritanniens Verhältnis zu China als auch zu Russland.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 13.06.2022

Rezensentin Nana Brink sagt nicht, wie überzeugend sie Ian Morris' Blick auf die Weltgeschichte findet, die er ihr anhand verschiedener Landkarten erzählt. So erklärt Morris etwa mit einer Karte aus dem 14. Jahrhundert, dass sich England stets im Machtkampf mit Europa sah, oder mit einer Karte von 2018, wie sich der globale Wohlstand verteilt. Geografie ist unfair, lernt Brink, aber nach Morris eben unabänderlich. Wenn ihr der britische Althistoriker darlegt, dass die Ukraine als ewiges Grenzland einfach Pech habe, bemerkt Brink vielleicht etwas lahm, dass dies aber keine Gewalt rechtfertige.

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