Aus dem Ungarischen von Ilma Rakusa. Eine Chronik des Wandels nennt der ungarische Autor Imre Kertesz sein knappes, fast fragmentarisches Werk, in dem er den Veränderungen seines Lebens in den Jahren 1991 bis 1995 nachspürt. Es ist ein Buch der Befreiung und des Aufbruchs, ein Buchauch der Fragen und Zweifel. Als Kertesz nach der politischen Wende aus einer geschlossenen Welt in eine unsichere, offene hinaustritt, zeigt sich, dass alle Grundfragen seines Lebens - Auschwitz und die Kultur, Modernität, Freiheit, Transzendenz - neu gedacht werden müssen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.07.2003
Martin Z. Schröder ist hingerissen von diesem Hörbuch. Dabei preist er gleichermaßen Imre Kertesz' autobiografisch geprägte Vorlage wie den Vorleser. Die Frage, ob dieses Buch mehr dem Autobiografischen oder der Fiktion zuzurechnen ist, sei ohnehin zweitrangig, meint der Rezensent, der den "Gewinn" des Bandes durch Dieter Manns "weiche und dunkle" Vortragsart noch entschieden "vergrößert" sieht. Überhaupt ist seiner Ansicht nach die Tatsache, dass Mann sich entschieden hat, diesen Roman vorzulesen an sich schon ein "Qualitätssiegel". Ein wunderbares Hörbuch, schwärmt Schröder bei dem ihn nur stört, nirgendwo den Namen der Übersetzerin zu finden, der die "wunderschöne" Übertragung ins Deutsche zu verdanken ist.
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