Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2001
Für Ernst Horst ist dies weniger ein Buch als "eigentlich mehr eine Broschüre" - doch diese scheint er durchaus lesenswert zu finden. Deutlich wird seiner Ansicht nach bei der Lektüre vor allem, dass Wirtschaftsspionage weder zwangsläufig illegal sein muss, noch ausschließlich von "bösen Osteuropäern, die sich Blaupausen von Geheimwaffen besorgen", verübt wird. So gibt es, wie Horst erläutert, sogar bei der Deutschen Post AG so genannte Wettbewerbsforscher, und Industriespionage werde durchaus auch von Ländern wie den USA oder Frankreich betrieben, wofür Horst das Beispiel anführt, dass die Franzosen die Kommunikation von Siemens über den ICE abgehört hätten, um den TGV zu verbessern. Doch nicht alle vom Autor geschilderten Beispiele seien so "spektakulär". Der Rezensent staunt über die große Zahl der Spionagefälle, die Nathusius hier vorstellt, und ist der Ansicht, dass diese "auch ein dickeres Buch" hätten füllen können.
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