Ein Kindersachbuch für Grundschulkinder ab 7 Jahren, das die drängende Frage nach sozialer Gerechtigkeit und den Gründen für Armut thematisiertWarum kann Finn seinen Kindergeburtstag nicht feiern? Warum fliegt Ailin in den Urlaub und Helen bleibt daheim? Was arbeiten Lis Eltern? Kinder nehmen in ihrem Alltag mit feinen Antennen soziale Unterschiede wahr und stellen Fragen über die Gründe für Armut, Geldverteilung, Vorurteile und Ungerechtigkeit. Alltagsnah und echt lädt dieses Kindersachbuch ab 7 Jahren ein, den Blick aus der sozialen Bubble zu wagen und die Brille anderer Kinder und Familien aufzusetzen. Begriffe wie Armut, Reichtum, soziale Ungerechtigkeit, Chancengleichheit werden mit Leben gefüllt und leicht verständlich erklärt. Kinder kommen in O-Tönen zu Wort und berichten aus ihrer Sicht, was sie als unfair und was als gerecht empfinden. Ein Kindersachbuch, das mit unterhaltsamen Bildern sowie einem Augenzwinkern ein Tabu aufbricht und drängende Kinderfragen kindgerecht beantwortet. Empathisch und hochaktuell - für Eltern, die ihren Kindern helfen möchten, die Welt besser zu verstehen.Einfühlsames Kinderbuch über ein Thema, das Kinder und Familien aktuell bewegtKinderzitate machen die Bedeutung von Armut greifbarMit vielen bunten und humorvollen IllustrationenIn Kooperation mit Oxfam Deutschland www.oxfam.de
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.09.2024
Ein schönes Buch zu einem wichtigen Thema legen Inka Friese und Sarah Tabea Hinrichs hier Rezensent Marco Mach zufolge vor. Das Thema: Armutserfahrungen und wie Kinder damit umgehen. Das Buch enthält Zitate zum Thema von Kindern aus aller Welt - über deren biografischen Hintergründe Mach freilich gern etwas mehr gewusst hätte. Dennoch erfahren die Leser hier viel potentiell Hilfreiches über die Hintergründe und Ausformungen der Armut, und auch darüber, wie zum Beispiel ein Verzicht auf teure Geschenke dabei helfen kann, soziale Härten abzumildern. Dass die nicht unumstrittene Hilfsorganisation Oxfam, die die Veröffentlichung unterstützte, das Buch hier und da als Plattform für Eigenwerbung nutzt, findet der Rezensent schade. Ansonsten fällt sein Fazit freilich klar positiv aus.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.05.2024
Es ist Zeit, den "Finger in die Wunde" zu legen, und junge Menschen schon früh darüber aufzuklären, wie diese Wunde entsteht, und wie man sie vielleicht schließen könnte - umso mehr freut sich Rezensentin Kim Kindermann über ein Bilderbuch, welches genau das tut: In "Das ist doch unfair!" widmen sich Inka Friese und Sarah Hinrichs den Themen Armut und soziale Ungerechtigkeit mit viel Feingefühl, auf anschauliche, kindgerechte Weise. Indem sie helfen, junge Menschen zu sensibilisieren, legen die Autorinnen einen von vielen nötigen Grundsteinen für eine gerechtere Gesellschaft, so die Rezensentin. Bedenklich findet Kindermann nur die Doppelseite über die Organisation Oxfam, mit der der Verlag kooperiert hat und die in den letzten Jahren durch Missbrauchsfälle in Verruf geraten ist.
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