Aus dem Französischen von Andrea Hemminger. Esther Duflos Forschungsgebiet ist die Entwicklungsökonomie, also die Frage, wie Armut überwunden und wirtschaftliche Entwicklung angestoßen werden kann. Der "Economist" zählte sie 2008 zu den acht wichtigsten jungen Ökonomen und das "Time Magazine" 2011 zu den 100 einflussreichsten Menschen der Erde. In "Kampf gegen die Armut" stellt Duflo ihren innovativen entwicklungsökonomischen Ansatz anhand von vier zentralen Problembereichen vor: Bildung, Gesundheit, Mikrokredite und Institutionen/Korruption. Über randomisierte Tests, die von der Praxis klinischer Studien in der Medizin inspiriert sind, werden konkrete entwicklungspolitische Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft, mit nicht selten überraschenden Ergebnissen. Ein Buch, das die Entwicklungsökonomie auf eine neue Grundlage stellt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2013
Esther Duflos Buch über Armutsbekämpfung erscheint dem Rezensenten Leander Steinkopf als unkonventionell und instruktiv. Das Plädoyer der Ökonomieprofessorin für neue Wege in der Entwicklungshilfe findet er in vielen Punkten überzeugend. Er unterstreicht die Auffassung der Autorin, dass Maßnahmen in der Entwicklungshilfe viel zu selten einer gründlichen Evaluation unterzogen werden. Zu denken gegeben haben ihn auch die zahlreichen Bespiele von Entwicklungshilfemaßnahmen aus dem Gesundheitswesen und dem Bildungswesen, denen zwar ein ökonomisch gutes Konzept zugrunde liege, die aber aufgrund unbedachter Probleme im Detail nicht funktionierten. Allerdings hat Duflos Strategie, in der Entwicklungshilfe auf kleine Schritte, Kreativität, Experimente, Versuch und Irrtum zu setzen, seines Erachtens bisweilen einen "Beigeschmack", weil die Armen so schnell zu "Versuchskaninchen" würden.
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