Aktienabsturz, Massenentlassungen, Vormarsch der Rechten und eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich schöne neue Wirtschaftswelt? Thomas Frank räumt in seinem Buch mit zahl- reichen Wunschbildern und Schönfärbereien der New Economy auf. Denn es ist eben nicht so, dass von der Entwicklung des freien Marktes alle Beteiligten profitieren. Dieses Buch wird Wirtschaftsleute wütend machen. Genau deshalb sollten sie es lesen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2001
Schade, meint Peter Felixberger, dass der Herausgeber des Magazins "The Baffler", Thomas Frank, sich zwar eines überaus spannenden Themas annimmt, aber in dessen Auseinandersetzung so sehr ins Polemische abgleitet, dass er mehr ein Teil der Debatte über New Economy und Neoliberalismus geworden ist, als dass er zu einer konstruktiven Analyse beitragen würde. Der Autor hat viel gelesen und schreibt aus einer breiten kulturellen, sozialen und ökonomischen Perspektive, erkennt Felixberger an, verliert sich aber dann in seinem schlichten antagonistischen Weltbild vom bösen Kapitalisten und dem guten Gewerkschafter. Mit dieser Sicht aber, meint der Rezensent, werde man den hochkomplexen modernen Gesellschaften nicht gerecht. Außerdem habe sich Frank allein auf die USA konzentriert. Gedanken über deutsche und europäische Verhältnisse zwischen New und Old Economy muss sich der Leser selbst machen, beschwert sich der Rezensent.
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