Dies ist eine Darstellung der Geschichte, Herstellungstechnik sowie der künstlerischen und kunsthandwerklichen Verwendung des japanischen Papiers. Die Verfasserin behandelt Ästhetik und Geschichte des Washi ebenso wie seine heutige Bedeutung, sie stellt die Papierdörfer vor und die dort tätigen Meister. Es wird auf den Herstellungsprozess und die erzielten Ergebnisse eingegangen. Auf mehr als 160 überwiegend farbigen Abbildungen werden neben dem unmittelbaren Papierdesign die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten dokumentiert, sei es in der Innenarchitektur (Shoji, Schiebetüren, Tapeten ...) wie auch in der gegenständlichen Gestaltung (Gewänder, Fächer, Lampen, Kästen, Spielzeug, Schmuck ...). Abschließend werden einige moderne Künstler vorgestellt, die sich dem Papier widmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2006
Beglückt und dankbar ist Rezensent Andreas Platthaus über das Juwel aus Papier, das er besprechen, wenn nicht besingen darf. Die Autorin müsse sich wohl einen Herzenswunsch erfüllt haben, so voller Begeisterung und Liebe sei das Buch geschrieben und auch hergestellt. Beispielsweise mit drei eingeklebten Streifen aus Washipapier zum Berühren. Vor allem aber könne Irmtraud Saarschmidt-Richter herrlich anschaulich schreiben, wobei sie das Kunststück fertig bringe, Bilder nicht nur zur Illustration, sondern vielmehr als Teil des Textes zum Sprechen zu bringen. Einfach "zauberhaft".
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