Michael N. Dobkowski (Hg.), Isidor Wallimann

Das Zeitalter der Knappheit

Ressourcen, Konflikte, Lebenschancen
Cover: Das Zeitalter der Knappheit
Paul Haupt Verlag, Bern - Stuttgart - Wien 2003
ISBN 9783258065946
Kartoniert, 254 Seiten, 19,50 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von John K. Roth. Aus dem Amerikanischen von Coralie Wink und Monika Niehaus. Wie kann für Mensch und Natur das Leben nachhaltig gesichert werden? Wie können angesichts eng miteinander verknüpfter Knappheiten und Konflikte Katastrophen abgewendet werden? Vermögen anonym funktionierende Märkte die zunehmenden Knappheiten zu steuern und Nachhaltigkeit zu garantieren? Zu solchen und andern Themen finden sich hier Analysen und Antworten aus der Perspektive von Sozialwissenschaftlern, Ökonomen und Philosophen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.07.2003

Rezensent Bruno Preisendörfer findet den von Isidor Wallimann und Michael N. Dobkowski herausgegebenen Sammelband "Das Zeitalter der Knappheit" im Unterschied zu Josef Nussbaumers "Gewalt. Macht. Hunger" nicht wirklich überzeugend. Kritisch sieht er zunächst, dass nur ein Beitrag des Bandes einen konkreten Fall, den Völkermord in Ruanda Mitte der neunziger Jahre, behandelt, während sich die übrigen Beiträge "eher allgemein" mit dem drohenden Kollaps der globalen Industriegesellschaft befassen. Zudem moniert Preisendörfer, dass der ganze Band mit wenigen Ausnahmen auf das Problem des Bevölkerungsanstiegs fixiert ist, wobei ihn insbesondere die von zwei Autoren geforderte Einführung so genannter "Geburtslizenzen" entsetzt. In den Phänomenen Bevölkerungswachstum, Dürre und Überschwemmung als Auslöser des Hungers sieht Preisendörfer Klischees, die unter anderem durch Nussbaumer sowie zahlreiche Fallstudien widerlegt wurden. Da machen es sich die Autoren des Bandes ihrem "untergänglerischen Reduktionismus" nach Ansicht Preisendörfers einfach "zu leicht".
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