Aus dem Englischen von Monika Köpfer. Ein winziges Dorf in den Hochmooren von Yorkshire: Alex Slingsby ist Exfußballprofi, Grundschullehrer in Sinderby - und ein Mann mit Ambitionen. Unterstützt vom Schuldirektor, einem Exilungarn mit Doktor in Philosophie, nimmt er sich des amateurhaften örtlichen Fußballteams an. Die beiden bilden ein unkonventionelles Trainergespann. So wird etwa eine der zentralen Positionen im Team vergeben, frei nach dem Motto: "Ein Torwart muss kein guter Fußballer sein, er muss nur Raumgefühl besitzen". Zu diesem Torhüter (der überdies noch leidenschaftlich gerne aufräumt) gesellen sich ein leicht depressiver Stürmerstar und der Pfarrer, dessen Schwester eine überzeugte Zeugin Jehovas ist. Und tatsächlich formiert sich aus einem Haufen Außenseiter nach und nach eine Mannschaft. Wie durch ein Wunder schaffen es die einfachen Männer aus Sinderby bis ins Finale des F. A. Cups im Wembleystadion.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2017
Tobias Lehmkuhl lässt sich von J.L. Carr in die tiefste nordenglische Provinz entführen, um dort einer sagenhaften Provinzfußballmannschaft und ihrem "napoleonischen" Vorsitzenden bei ihrem fantastischen Aufstieg zuzusehen. Bezaubernd findet Lehmkuhl nicht zuletzt die tief nostalgische Melancholie und "umwerfende" Komik, die der kleine Text ausstrahlt. Kein Handy, nirgends, kaum ein Schwarzweiß-Fernseher in diesem Roman, der allerdings im Original aich schon 1975. Ganz wohlig wird Lehmkuhl beim Lesen zumute. Der Rezensent freut sich schon auf weitere Übersetzungen.
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