Beiträge zum Teil in englischer oder französischer Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2001
Über den französisch-israelischen interdisziplinär wie interkulturell arbeitenden Literaturwissenschaftler Stephane Moses weiß der Rezensent einiges zu berichten (über die ihn umtreibende Frage nach der Präsenz und den Transformationen jüdischen Denkens etwa). Zu den ihm gewidmeten Aufsätzen zur deutsch-jüdischen Literatur und Philosophie des 20. Jahrhunderts, wie sie der vorliegende Band versammelt, fällt Andreas Kilcher indes eher wenig ein. Auf je eigene Weise demonstrierten sie die Mystiken, Politiken und Ästhetiken der Säkularisation, erklärt Kilcher, und beschrieben Konstellationen von jüdischer Tradition und Moderne. Da geht 2s z. B. über Heinrich Heine oder Paul Celan oder, wie in dem von Kilcher als besonders bemerkenswert bezeichneten Aufsatz von Julia Kristeva, über Hannah Arendts "emphatischen Begriff des Lebens".
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